Es ist doch eine berechtigte Frage, was Sie als Bürgermeisterin oder als Bürgermeister oder als Stadtrat aktiv tun, um die Situation der Arbeitslosen in ihrer Gemeinde, in ihrem Dorf, in ihrer Stadt zu verbessern?
Hier sind zehn zentrale Punkte, die die aktuelle Arbeitsmarktsituation in Deutschland beschreiben (Stand: Anfang 2026):
Diese Zahlen können Sie gerne bei der Agentur für Arbeit überprüfen.
Erwerbslosigkeit auf hohem Niveau:
Die Zahl der Erwerbslosen ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und liegt weiterhin bei knapp unter oder um die 3 Mio. Menschen mit einer Arbeitslosenquote von rund 6,2–6,3 %.Schwäche der Konjunktur beeinflusst den Arbeitsmarkt:
Die wirtschaftliche Lage ist geprägt von einer eher schwachen oder stagnierenden Wirtschaft, was Neueinstellungen dämpft und den Arbeitsmarkt unter Druck setzt.Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt, aber langsam:
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bewegt sich auf hohem Niveau und ist im Jahresvergleich meist leicht gestiegen, doch das Wachstum ist moderat.Anstieg niedrig entlohnter Beschäftigung (geringfügige Jobs):
Der Anteil der Minijobs und geringfügig Entlohnten nimmt zu, was auf flexible Beschäftigungsformen und Arbeitsmarktsegmente mit niedriger Bezahlung hinweist.Offene Stellen rückläufig:
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist im Jahresvergleich gesunken, und der Stellenindex BA-X zeigt eine eher nachlassende Nachfrage nach Arbeitskräften.Fachkräftemangel bleibt ein Thema – aber in verändertem Kontext:
Trotz wirtschaftlicher Schwäche klagen weiterhin viele Unternehmen über Fachkräfteengpässe, auch wenn laut KfW-Daten der Druck etwas schwächer geworden ist – bedingt durch die insgesamt schlechtere Konjunktur.Strukturelle Herausforderungen bei der Stellenbesetzung:
Es bestehen Diskrepanzen zwischen offenen Jobs und verfügbaren Arbeitskräften: Viele Arbeitslose finden nicht automatisch eine freie Stelle – u. a. wegen Qualifikationsanforderungen oder Sprachhürden.Beschäftigung von Zuwanderern steigt:
Die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere z. B. Ukrainern, trägt positiv zur Beschäftigung bei.Demografischer Wandel und langfristige Engpässe:
Langfristig wirkt der demografische Wandel (Alterung der Bevölkerung) als Belastung für die Fachkräftesituation; Maßnahmen wie qualifizierte Zuwanderung werden diskutiert.Branchenunterschiede spürbar:
Nicht alle Sektoren entwickeln sich gleich: Während z. B. manche Ingenieurberufe weiter gefragt sind, geraten andere Bereiche – wie bestimmte IT-Berufe oder Teile des Verarbeitenden Gewerbes – unter Druck mit geringeren Einstellungszahlen oder sogar Stellenabbau.
Zusammengefasst zeigt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ein gemischtes Bild: Hohe Beschäftigung und stabile Zahlen stehen steigender Beschäftigungslosigkeit, rückläufiger Arbeitskräftenachfrage und strukturellen Herausforderungen gegenüber. Demografischer Wandel und konjunkturelle Schwäche üben weiterhin Einfluss aus, während Fachkräfteengpässe in bestimmten Bereichen bestehen bleiben.
Meine Frage an Bürgermeister in diesem Zusammenhang ist, ob Sie auf Stadt- und Gemeindeebene bereit sind, etwas zu tun.
Eine weitere Frage, die ich an Sie habe, ist, ob die Vermittlungshemmnisse tatsächlich bei den Erwerbslosen liegen, oder ob die Vermittlungshemmnisse bei Ihnen und beim Stadtrat liegen. Verzeihen Sie mir meine Offenheit.
Glauben Sie mir, es gibt Möglichkeiten, um als Stadt von der Defensive in die Offensive zu kommen.
Nutzen Sie den folgenden Link und sehen Sie sich den Fahrplan an.
MfG
Friedhelm Kölsch

