Die Bundeskanzler Bilanz

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Die Bundeskanzlerbilanz von Smava ist interessant…

Die Schwachpunkte sind jedoch, dass man die Leistung von Bundeskanzlern nicht nur anhand von 4 wirtschaftlichen Faktoren beurteilen kann. Außerdem haben die Bundeskanzler nicht immer etwas mit den Ergebnissen zu tun, weil es auch noch andere wirtschaftspolitische Akteure gibt, die diese Zahlen beeinflussen. Z.B. die Unternehmen. Es darf jedoch ein Zusammenhang unterstellt werden, weil die Politik die Rahmenbedingungen vorgibt und damit hauptverantwortlich ist.

Für meinen Blog und meine Leser sind vor allem die Arbeitslosenzahlen interessant…

Aber auch die Staatsschulden sind beachtenswert, weil sie ein Indiz dafür sind, ob die vorhandenen Mittel verantwortungsvoll eingesetzt wurden.

Die Arbeitslosenquote lag 1950 bei 11%. Aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik in der Nachkriegszeit reduzierten sich die Arbeitslosenzahlen sehr schnell. 1955 betrug die Arbeitslosenquote nur noch 5,6%. Beim Amtsaustritt von Adenauer 1963 betrug die Arbeitslosenquote lediglich 0,8%. Was für eine geniale Quote!

Ludwig Erhard hat bei den Arbeitslosenquoten von allen Bundeskanzlern eindeutig die besten Ergebnisse erzielt:

1963 waren 0,8% Menschen arbeitslos. 1964 ebenfalls 0,8%, 1965 waren es 0,7% und 1966 ebenfalls 0,7%. Das war in Ludwig Erhards Amtszeit ein Schnitt von 0,75%. Sozusagen ein Träumchen, so würde es wahrscheinlich Horst Lichter ausdrücken. Es zeigt vor allem auch, dass Ludwig Erhard ein Mann von hohem wirtschaftspolitischem Sachverstand war. Er hatte ja auch schon die Wirtschaftspolitik in der Zeit von Adenauer geprägt.

Die Arbeitslosenquote war auch in der Amtszeit von Kurt Georg Kiesinger noch gut. Auch Willy Brandt und Helmut Schmidt hatten in ihren Amtszeiten noch relativ gute Arbeitslosenquoten. 1980 betrug die Arbeitslosenquote noch 3,8%.

Zu verdanken haben wir dies bis dahin dem Stabilitätsgesetz,

in dem die Vollbeschäftigung als ein wirtschaftspolitisches Ziel definiert war und die jeweiligen Regierungen auch alles dafür getan haben, dies zu beachten.

Zu verdanken haben wir dies aber auch Leuten wie Karl Schiller, ein Superminister zur Zeit Willy Brandts, der Wirtschafts und Finanzminister war. Karl Schiller hatte ebenfalls einen hohen wirtschaftspolitischen Sachverstand, ebenso war dies bei Helmut Schmidt der Fall. Bis zum Ende der Regierungszeit von Helmut Schmidt waren die Minister im Bereich der Wirtschaftspolitik glänzend aufgestellt und hatten auch einen hohen wirtschaftspolitischen Sachverstand. Die Ergebnisse belegen dies.

Zum Ende der Regierungszeit von Helmut Schmidt stiegen die Arbeitslosenzahlen an und lagen dann über 5%. Dies war auch ein Grund, warum Helmut Schmidt abgewählt wurde. Die Ergebnisse in den nachfolgenden Jahren zeigen jedoch, dass die Arbeitslosenzahlen nicht mehr wirklich besser wurden.

Mit Helmut Kohl stiegen die Arbeitslosenzahlen dauerhaft an…

Leider stiegen mit der Regierungszeit von Helmut Kohl, seit 1982, die Arbeitslosenzahlen dauerhaft an. Gründe dafür waren, dass das Stabilitätsgesetz aufgegeben wurde, dass die Wirtschaftsminister und Arbeitsminister seitdem eine sehr geringe Fachkompetenz hatten, aber auch überhaupt keine Lösungen und Visionen für den Arbeitsmarkt hatten, dass die Europäisierung und Globalisierung vorangetrieben wurde, dass es bereits in den 90 er Jahren große Zuwanderungsbewegungen aus den osteuropäischen Ländern gegeben hat und nicht zuletzt die deutsche Einheit, die von Deutschland geschultert werden musste.

Von 1992 bis 2010 waren die Arbeitslosenzahlen dramatisch hoch und lagen immer über 10%.

Für diese hohen Arbeitslosenzahlen in diesem Zeitraum darf man auch gar kein Verständnis entwickeln,

weil ich schon 1991 einer Stadt im Ruhrgebiet ein Früherkennungssystem im Bereich des Arbeitsmarktes vorgeschlagen habe. Immer wieder habe ich versucht, dies bei Städten und Gemeinden oder bei der Presse bekannt zu machen. Die Politik hat überhaupt nicht reagiert und die WAZ und die Funke Gruppe machen für das Ruhrgebiet einen wirklich schlechten Job.

Bis heute sind die Arbeitslosenzahlen hoch…

Die Arbeitslosigkeit lag Ende 2016 zwar erstmalig wieder unter 10%, nämlich bei 9,4%. Dies sind aber keine Ergebnisse, die befriedigend sind. Von 1991 bis 2015 lagen die Arbeitslosenquoten immer über 10%. 24 Jahre lang über 10%. Was für ein Armutszeugnis!

Vor allem sind auch die Staatsschulden seit der Regierungszeit von Helmut Kohl immer weiter angestiegen und haben mit Angela Merkel üble Spitzenwerte erreicht.

Dies ist einfach nur eine Analyse der Zahlen und Fakten. Deutschland muss und kann viel besser regiert werden.

So können wir nicht weiter machen.

Diesen Satz habe ich auch bei dem Kanzlerduell vermisst…

Diesen Satz habe ich auch von Angela Merkel und Martin Schulz erwartet, die gestern im Fernsehen ein Kanzlerduell hatten. Aber nichts dergleichen. Keine Reue über die Eurorettungsschirme, keine Reue über die Zuwanderungspolitik, keine Reue über die Sicherheitspolitik. Kaum ein Wort über die Armut in Deutschland. Dabei haben die Kanzler die volle Verantwortung für die Menschen in Deutschland und sollen auch deren Wohl mehren.

Die Bilanz bei der Verschuldung ist so schlecht wie nie. Deutschland hat einen Riesenschaden und die Bilanz bei den Arbeitslosenzahlen ist schlecht. 25 Jahre lang hat die Politik die Interessen der arbeitslosen deutschen Menschen völlig missachtet. Ich sehe da auch für die Zukunft überhaupt keinen besseren Willen.

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Auch interessant: Wie Sie die Arbeitslosigkeit in Deutschland besiegen…

Liebe Grüße,
Friedhelm Kölsch

2 Responses zu Die Bundeskanzler Bilanz

  1. „So können wir nicht weiter machen“

    wie wahr, aber wahrscheinlich wird sich nichts Gravierendes ändern in unserem Land. Frau Merkel hat die Bevölkerung völlig sediert sodass beinahe jedermann/frau im Glauben ist: uns geht es doch gut. Im Prinzip stimmt das auch, jedenfalls für eine große Bevölkerungsgruppe. Aber der Niedriglohnbereich ist erschreckend angewachsenen, viele Menschen arbeiten nur mit befristeten Arbeitsverträgen, es mangelt an qualifizierten Pflegekräften (kein Wunder bei den schlechten Konditionen), Lehrern, Polizisten, Facharbeitern, Handwerkern, etc. Die Beliebigkeit, mit der wir den angeblichen Wohlstand hinnehmen, wird sich als schlimmer Irrweg erweisen. Der Mittelstand merkt seit Jahren, wie er immer mehr an Boden und Substanz verliert (Großbritannien lässt grüßen!!), die Gruppe der Wohlhabenden und Bezieher leistungsloser Einkommen wächst und Top Manager bedienen sich ungeniert, offenbar gut gedeckt durch politische Spitzen. Skandale wie Berliner Flughafen, Dieselgate oder auch Stuttgart 21 (das wird noch ein richtiger Skandal) lassen keineswegs hoffen, dass die etablierten Parteien eine Antwort haben, die sogenannten Alternativen haben in keinem Fall eine Antwort und wollen sich auch nur aus den Fleischtöpfen bedienen. Dazu kommt eine katastrophale Sicherheitspolitik, die unser katastrophaler Innenminister nicht im Griff hat, wohl aber schöne Reden schwingt. Klingt da etwa eine gewisse Frustration in meinen Worten mit? Ja, ganz sicher, denn Deutschland und Europa hat besseres verdient. Wir Deutschen sollten die Führungsrolle in der EU klar übernehmen, im Schulterschluss mit Frankreich. Wir müssen China und den USA die Stirn bieten und unsere Eigenständigkeit behaupten. Deutschland muss auch wieder Industriepolitik machen, einen soliden Haushaltskurs fahren (nun gut, Herr Schäuble macht das nicht so schlecht..) und vor allem, wir brauchen echte Kompetenz in der Politik und keine selbstgerechten Darsteller, denen es nur um Macht und einen guten Vorstandsposten nach der politischen Kariere geht. Splitterparteien wie die CSU dürfen kein Gewicht im Bund haben und schon gar nicht Schlüsselministerien besetzen (ebenfalls katastrophal: Das Bundesverkehrministerium), denn diese unflexiblen Verwaltungsbeamte sind nicht in der Lage, Weitsicht zu entwickeln und vor allem, sie nehmen den Souverän, nämlich den Bürger, in keiner Weise ernst. Das Volk hat gewählt, das Volk hat sich abzufinden, dass sich sein Will nun doch nicht erfüllt. So geht es in der tat nicht weiter! Für meine Kinder wünsche ich mir etwas besseres!

  2. Eine interessante Übersicht, auch wenn ich für die Beurteilung den DAX Index durch die Steuer- und Abgabenquote ersetzen würde. Die Bundesregierung kann Gesetze, die zu höheren Ausgaben oder geringeren Einnahmen des Bundes führen verhindern. Die Bundeskanzlerin kann, wenn sie auch nur vom Bundesfinanzminister unterstützt wird, Gesetzesvorschläge der Regierung verhindern, wenn sie zu Mindereinnahmen oder Mehrausgaben führen. Bei wachsender Wirtschaft und entsprechenden Steuermehreinnahmen ist der Einfluss des Regierungschefs auf die Staatsquote sehr hoch, während die Staatsquote für die Entfaltungsmöglichkeiten der Volkswirtschaft von maßgeblicher Bedeutung ist. Beides ist beim DAX Index nicht der Fall.

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