Mario Schneider -Gründer von AFOMA

Mario Schneider -Gründer von AFOMA

Akademie Spreadmind von Mario Schneider

 

Friedhelm:  Hallo Mario, Du bist Gründer von AFOMA (Akademie für Online Marketing), Du bist aber erst 24 Jahre alt. Jünger also als meine Tochter, meine Schwiegertochter und als mein Sohn. Wow, das ist erstaunlich und sehr ungewöhnlich. Es gibt, so glaube ich, nicht so viele Unternehmer, die so früh beginnen!? Wie und wann hast Du angefangen und wie hast Du Dir Dein Wissen angeeignet?

 

Mario: Hallo Friedhelm, ich möchte mich erstmal bei dir für die Gelegenheit bedanken, mich hier auf deiner Seite vorzustellen und danke für deine Einladung zu dem Interview! Es ist schon ungewöhnlich, so jung ein Unternehmen gegründet zu haben, das stimmt. Vor allen Dingen hier im eher ländlichen Raum gibt es so etwas wie Startups nicht wirklich. Also, wie hat alles angefangen… Ich war gerade fertig mit der Realschule, 17 alt und auf der Suche nach einer Möglichkeit, etwas Taschengeld zu verdienen.
 
Da mich das Internet schon immer begeistert hat und ich auch lieber mein eigener Chef sein wollte, als einen Ferienjob zu machen, habe ich in Google nach Ideen gesucht, wie man denn Geld im Internet verdienen kann. Leider bin ich im ersten Jahr in einige Fallen getappt und habe sogar noch etwas Geld verloren. Das waren so Dinge wie Casinostrategien, Schneeballsysteme und andere blöde Dinge. 
 
Ich wollte schon fast aufgeben, als ich plötzlich von der Idee gelesen habe, ein eBook zu schreiben, das eine Lösung für ein bestimmtes Problem beinhalten sollte nach dem die Leute gezielt suchen. Die Anleitung dazu habe ich mir mit dem letzten ersparten Taschengeld gekauft und dann ging es los. Nach der Suche nach einer Nische schrieb ich letztendlich mit der Unterstützung meiner Mutter einen Ratgeber über Babyschlaf, da hier viele junge Eltern nach einer Lösung suchen. Nachdem das eBook fertig war vergingen aber nochmals über 9 Monate, in denen ich kaum ein eBook verkaufte.
 
Daraufhin brachte ich mir bei, wie man Verkaufstexte richtig schreibt und optimierte die Seite, was mir auch bessere Ergebnisse in Google brachte und im September 2008 verkaufte ich dann 11 Exemplare. Nun wusste ich, dass es funktioniert und schaltete Werbung über Google Adwords und im Monat darauf waren es mit 18 Jahren schon über 1000 Euro Umsatz und ich meldete mein Kleingewerbe an.
 
An diesem Projekt habe ich mir dann sehr vieles über Online Marketing beigebracht und konnte in den letzten 6 Jahren noch weitaus größere Projekte starten und das angesammelte Wissen auch an andere weitergeben. Inzwischen sind es fast 10.000 Leute, denen ich schon etwas beibringen konnte und es ist ein richtiges Unternehmen daraus geworden.
Friedhelm: Was waren bisher Deine größten Misserfolge und Erfolge? Wolltest Du auch schon einmal aufgeben? Was hat Dich besonders motiviert weiter zu machen? Hast Du Freunde und Ratgeber gehabt, die Dich weitergebracht haben?

 

Mario: Als im ersten Jahr gar nichts geklappt hat, wollte ich das erste mal fast aufgeben. Irgendwie hat mir aber auch etwas die Naivität in dem Alter geholfen, ganz unbedarft einfach wieder etwas Neues auszuprobieren und das gepaart mit ordentlichem Durchhaltevermögen, bis eben das Babyschlafprojekt dann endlich geklappt hat. Wobei auch da die ersten 9 Monate, bis es dann wirklich lief, mich fast zum Aufgeben gebracht hätten. Mein starkes Motiv der Unabhängigkeit war es wohl, dass ich es unbedingt schaffen wollte und was mich dazu gebracht hat, dran zu bleiben.
 
Misserfolge hatte ich mit zwei Kundenprojekten, die ich mit meinem E-Mail-Verteiler unterstützen wollte. Allerdings waren die Nischen zu themenfremd und die Leute hatten überhaupt kein Interesse an den Produkten dieser Kooperation. Das war aber ein starker Lerneffekt, der mir zeigte, wie wichtig die Themenrelevanz bei fremden Produkten ist.
 
Besondere Erfolge waren mein erstes Abo, das Web2.0-Traffic-System. Das haben über 3000 Leute durchgearbeitet. Mittlerweile ist AFOMA auch richtig gut angelaufen und der Club100 innerhalb von AFOMA, in dem ja auch du bist, war nach nur 9 Tagen ausverkauft. Das war meine bisher beste Produkteinführung.
 
Die Idee mit dem Ratgeber eBook und die Anleitung dazu hatte ich von Christoph Mogwitz. Er hat mir in den ersten beiden Jahren am meisten geholfen. Mit dem Abo hat mir dann Heiko Häusler extrem viel geholfen und er war es auch, der mir die Türen in die Online Marketing Branche geöffnet hat und mir die ersten Kunden brachte. Ohne ihn wäre mir alles weitere danach nicht möglich gewesen!
 
Die Grundlage dafür war aber auch mein junges Alter in Verbindung mit dem, dass ich es einfach durchgezogen hatte. Denn so habe ich sicher auch das Interesse dieser beiden Herren geweckt. 🙂
Friedhelm: Mein Wissen im Online Marketing habe ich von Dir. Meine Webseite ist ein Ergebnis Deiner Schulungen. Für diese Ausbildung bei Dir bin ich sehr dankbar. Ohne Dich wäre ich mit meiner Webseite nicht so weit gekommen. Deshalb weiß ich, dass Du bereits ein Bürogebäude gekauft hast und Mitarbeiter hast. Wie ist der jetzige Stand Deines Unternehmens? Welche Pläne hast Du für die unternehmerische Zukunft? Wieviele Arbeitsplätze wirst Du in Zukunft schaffen?
Mario: Es freut mich Friedhelm, dass du mir im Club100 dein Vertrauen gegeben hast und dich auf die Schulungen darin eingelassen hast. Es ist toll, welche Mission du verfolgst und dass du nun deine Botschaften besser übers Internet verbreiten kannst in diesem wichtigen Bereich!
 
Wie du schon angesprochen hast, habe ich mein erstes eigenes Büro eröffnet (Allerdings in Miete 😉 ), das war wieder ein großer Schritt für mich und inzwischen wurde aus dem Kleingewerbe zuerst eine UG und jetzt die Spreadmind GmbH. Spreadmind steht für „Verbreite dein Denken“ und die Aufgabe meines Unternehmens soll es sein, die Leute dabei zu unterstützen, das Internet für die Verbreitung ihres Wissens zu nutzen. Denn ich glaube, dass in jedem etwas steckt, was anderen eine Hilfe sein kann und dann sollte man das auch in die Tat umsetzen und dabei wollen wir helfen.
 
Dazu brauchen wir in Zukunft ein immer größeres Team z.B. Werbetexter, Webdesigner, Programmierer, Videoproducer, Kundenmanager, Buchhalter, Contentmanager usw.. Natürlich sowohl weibliche wie auch männliche. Im Moment arbeiten wir viel mit externen Teams zusammen. AFOMA wird also im Moment von ca. 5 Leuten „am Leben gehalten“. In Zukunft möchte ich das hier im neuen Büro jedoch mehr zentralisieren und mehr interne Arbeitsplätze schaffen. Die Zukunft kann ich zwar nicht vorhersagen, aber bis zu 30 Leute hätten in diesem Gebäude schon Platz. 🙂
 
Um die Mission von Spreadmind umzusetzen, ist AFOMA unser Werkzeug. Hier gibt es inzwischen eine Vielzahl an Schulungen, die das Thema Online Marketing von allen möglichen Seiten aus erklären und auch zeigen, wie man mit seinem Wissen ein eigenes Online Geschäft aufbauen kann.Hier liegt also unser operativer Fokus in den nächsten Jahren und es würde mich freuen, wenn deine Leser mal vorbeischauen würden!

 

Friedhelm: Vielen Dank Mario, ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der Fragen und wünsche Dir für die Zukunft noch mehr Erfolg und alles Gute! Vielen Dank dafür, dass Du dazu beiträgst, dass Arbeitsplätze geschaffen werden.
Liebe Grüße,
Friedhelm Kölsch
Vielen Dank, dass Sie dieses Interview gelesen haben. Besonders würde ich mich darüber freuen, wenn Sie diesen Beitrag weiter posten würden. Vielen Dank!

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