Die 10 Globalisierungs Luegen

Die 10 Globalisierungs Luegen!

Die 10 Globalisierungs Luegen ist ein Buch, welches 1998 herauskam. Die Autoren dieses Buches heißen: Gerald Boxberger und Harald Klimenta. In diesem Buch zeigen die beiden Autoren auf, dass die Globalisierung das Ergebnis einer Politik für Großkonzerne ist und dass es Alternativen zur Allmacht des Marktes gibt. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich noch einmal mit diesen 10 Globalisierungslügen -mit etwas zeitlicher Distanz-  kritisch zu beschäftigen.

Globalisierungs Luegen
Eine kleine Konditorei, das ist Soziale Marktwirtschaft

Was sind die Fakten…

Fakt ist, dass es internationalen Handel schon immer gegeben hat, nur dass es heutzutage durch die modernen Kommunikationsmittel und Verkehrsmittel noch einfacher geworden ist, Leistungen auszutauschen. Tagtäglich passieren eine Vielzahl von Gütern- und Dienstleistungen, Kapitalstöme, Verkehrsströme, Kommunikationsströme und Menschen unsere Landesgrenzen. Darüberhinaus wechseln auch Kriminalität, Krankheiten, Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung, Tiere u.a. die Grenzen. Allen Menschen ist aufgetragen, die Schöpfung zu bewahren.

Die Politiker haben die Aufgabe, den Nutzen des eigenen Volkes zu mehren und nach besten Kräften auch auf das Wohlergehen der Nachbarn zu achten. Wenn ein Politiker den Nutzen des eigenen Volkes mehren möchte, dann benötigt er dafür Instrumente oder Werkzeuge, mit deren Hilfe er dieses Ziel bzw. diese Ziele erreichen kann. Hat er diese Instrumente bzw. Werkzeuge nicht, dann überlässt er es sozusagen dem Zufall, ob der Wohlstand des Volkes gemehrt wird oder er handelt in gutem Glauben, dass seine Entscheidungen die richtige Wirkung erzielen. Dies ist erst einmal mein Standpunkt und meine Ausgangsbasis. Sehen wir uns jetzt einmal die 10 Globalisierungslügen an, die vor 16 Jahren von den o.g. Autoren gesehen wurden. Heute möchte ich mich mit der ersten Globalisierungslüge auseinandersetzen.

1. Lüge: Die Globalisierung ist nicht steuerbar

„Globalisierung als schicksalhafte Entwicklung darzustellen, die sich nicht aufhalten lässt, ist populistische Meinungsmanipulation“, so die Autoren. NAFTA (North America Free Trade Association), AFTA (Asian Free Trade Area), MERCOSUR (lateinamerikanisches Freihandelsabkommen) und die Europäische Union sind politische Entscheidungen. „Die Nationalstaaten haben ganz bewusst ihre Handlungsfähigkeit an den Weltmarkt abgetreten. Vor der Globalisierung war jeder Staat in der Lage, unsoziale Marktergebnisse durch politische Beschlüsse zu korrigieren“.

Der soziale Schutzmechanismus der Nationalstaaten wurde gezielt außer Kraft gesetzt…

Fazit: Die Globalisierungsbefürworter haben ganz gezielt den sozialen Schutzmechanismus der Nationalstaaten außer Kraft gesetzt. Die vier großen Freiheiten (freier Kapitalverkehr, freier Güter und Dienstleistungsverkehr und freier Personenverkehr) haben nach kürzester Zeit die ganze Welt an einen finanzpolitischen Abgrund gestürzt. Anstatt jetzt einzulenken, machen die Globalisierungsbefürworter trotzdem weiter. Sie sind beratungsresistent und nicht lernfähig. Jetzt wollen sie CETA und TTIP ein Freihandelsabkommen mit China und Südostasien. So geht es besser…

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Ein kleiner Imbissladen, das ist Soziale Marktwirtschaft

Was sind das für Menschen…

Was sind das für Menschen? Weltweit muss es doch oberste Priorität haben, dass alle Menschen gute Lebens- und Arbeitsbedingungen haben!? Oder sehe ich dies falsch? In China kommt es vor, dass Kinder von Autos überfahren werden und niemand kümmert sich darum. In Indien arbeiten Frauen 7 Tage in der Woche und ein Gehalt wird erst viel später ausgezahlt, wenn überhaupt.

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In der Türkei gibt es eine Vielzahl von Straßenkindern…

und ich befürchte fast, dass es in den arabischen Ländern überhaupt keine Arbeitnehmerrechte gibt.

In den USA und Kanada sind die Mindestlöhne viel geringer als in Europa und es gibt geringere Urlaubszeiten. In Europa sind die Arbeitslosenzahlen dramatisch angestiegen.

Amazon reisst alle Märkte an sich, die Bezahlung für einen Kaufabschluss liegt zwischen 1-5%, während ein Außendienstmitarbeiter wahrscheinlich 40% der Einnahmen erhalten würde.

Google zahlt Cent Beträge für Werbung an die Werbepartner, während das Werbebudget bei vielen Firmen ebenfalls eher 40% beträgt.

Der Zugriff auf private Rechner ist noch ein ganz anderes Thema und zeigt, wie kriminell manche Firmen sind.

Dumpinglöhne bei Umfrageportalen…

Große Auto- und Energiefirmen starten im Internet Meinungsumfragen und die an der Umfrage Beteiligten erhalten für 10 Minuten Befragung 1 € und die Umfrage dauert dann oft auch noch doppelt so lange. D.h. für 20 Minuten Umfrage 1 €. Für Selbständige sollte der Stundenpreis für eine Umfrage aber eher bei 25 € je Stunde liegen. Der Teilnehmer wird mit einer Umfrage also direkt mehrmals betrogen. Im Internet gibt es wirklich eine Vielzahl von solchen Lohndumpingportalen. Wie kann ein Arbeitgeber auf solche Löhne kommen? Können die nicht rechnen? Haben die keine Stoppuhr? Warum gibt es solch ein mieses Verhalten? Ich jedenfalls mag faire Arbeitgeber und faire Arbeitnehmer. Keinesfalls kann die deutsche Politik einem solchen Treiben tatenlos zusehen. Welche Qualität sollen solche Umfragen haben, wenn der Antwortgeber derart unter Zeitdruck gesetzt wird?

Solche Anbieter müssen vom Markt ausgeschlossen werden oder auf Mindestlöhne festgelegt werden. Hier werden Mindestlöhne völlig außer Kraft gesetzt. Die internationalen Konzerne wollen sich keinen Steuer Regeln und keinen Mindestlohn Regeln unterwerfen. Ist das sinnvolle Freiheit?

Die Banken in Europa sind Spielbanken und Glücksspielhäuser…

Viele Banken in Europa sind eher Glücksspielhäuser und Spielbanken, sie verdienen den Namen Bank nicht. Wenn eine Person bei einer Lotterie mitmacht, dann steht da auch Lotterie drauf und wenn jemand zu einer Spielbank geht, dann weiß auch jeder, das ist eine Spielbank. Aber wenn ein Bürger zu einer Bank geht, dann will er sein Geld anlegen oder sich Geld zu einem vernünftigen Preis leihen, er will aber keinesfalls ein reines Glücksspiel betreiben.

Die gesamte Finanzkrise wurde weder strafrechtlich noch gesellschaftspolitisch irgendwie aufgearbeitet. Die Täter laufen immer noch frei herum und gestalten Wirtschaft und Politik. Welchen Sinn macht es, wenn europäische Politiker zunächst vollverantwortlich dafür sind, dass die Bürokratie in Brüssel aufgebaut wird und ausartet und hinterher schickt man einen dieser Politiker (in diesem Fall Herrn Stoiber) nach Brüssel um die Bürokratie wieder einzudämmen. Warum arbeitet man hier nicht mit unabhängigen Personen, die vom Bürger vorgeschlagen werden!? So geht es besser…

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Friedhelm Kölsch
Autor von Deutschland rockt sich neu, wie wir noch besser werden und die Arbeitslosigkeit besiegen.

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