Die 10 Globalisierungs Luegen 3

Die 10 Globalisierungs Luegen 3

Die 10 Globalisierungs Luegen ist ein Buch, welches 1998 herauskam. Die Autoren dieses Buches heißen: Gerald Boxberger und Harald Klimenta. In diesem Buch zeigen die beiden Autoren auf, dass die Globalisierung das Ergebnis einer Politik für Großkonzerne ist und dass es Alternativen zur Allmacht des Marktes gibt. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich noch einmal mit diesen 10 Globalisierungslügen -mit etwas zeitlicher Distanz-  kritisch zu beschäftigen. In dem 1. Beitrag hatte ich mich zu der 1. Lüge geäußert, dass die Globalisierung wie eine Naturgewalt über uns gekommen ist. In dem 2. Beitrag ging es um zwei weitere Lügen. Heute sehen wir uns die Lügen 4, 5 und 6 an.

Globalisierungs Luegen 3

Lüge 4: Die Löhne in Deutschland sind zu hoch…

Das Resultat dieser Propaganda ist, dass die Bruttolöhne und Gehälter seit 1997 kaum gestiegen sind, teilweise waren sie sogar rückläufig: Zu den Bruttolöhnen vergleichen Sie bitte folgende Statistik: Bruttolöhne und zu den Reallöhnen sehen Sie sich bitte eine andere Statistik an: Reallöhne   Es hat also eindeutig eine Umverteilung nach oben gegeben und zwar aufgrund der schwachen Lohnentwicklung. Hinzu kommt, dass sinkende Löhne die Inlandsnachfrage ausbremsen. D.h. die Arbeitnehmer kaufen weniger ein und dadurch wird eine gute Entwicklung der Wirtschaft verhindert.

Lüge 5: Der Staat mischt sich zuviel in die Wirtschaft ein…

Einerseits ist es zwar richtig, dass jede Gesellschaft darauf achten sollte, dass die Bürokratie in einem Land nicht ausartet. Aber andererseits benötigt ein Staat Bürokratie, um die Rahmenordnung zu gewährleisten. So stellen Boxberger und Klimenta richtigerweise fest, dass marktwirtschaftlicher Wettbewerb dadurch überhaupt erst möglich wird. „Hierzu gehört die Verhinderung von Monopolen, Kartellen und ruinösem Wettbewerb. Das Vertragsrecht zu garantieren ist ebenso Staatsaufgabe wie Verbraucherschutz und Schutz am Arbeitsplatz. Meine Meinung ist: Eine Wettbewerbsgesellschaft benötigt eine Vielzahl von Schiedsrichtern, die bei Regelverstößen auch die gelbe und rote Karte zeigen können. So könnte es beispielsweise speziell geschulte Branchenschiedsrichter und Sozialschiedsrichter geben. Es gibt eben kein Kräftegleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Staatsquote ist zudem in einer ganzen Reihe von europäischen Ländern höher als in Deutschland. Vgl. Sie bitte dazu die folgende Statistik: Vergleich der Staatsquoten  Die relativ niedrige Staatsquote der USA kann für uns kein Vorbild sein, weil wir wissen, dass die sozialen Verwerfungen in diesem reichen Land viel größer sind als bei uns.

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Lüge 6: Die Auslandsinvestitionen der deutschen Industrie zeigen, wie unattraktiv der Standort Deutschland ist…

Woche für Woche klagt die Industrie darüber, wie unattraktiv der Standort Deutschland ist. Mercedes baut Fabriken in den USA und VW in Südkorea. Boxberger und Klimenta zeigen aber, dass Auslandsinvestitionen einen ganz anderen Grund haben. „Zentraler Grund für die hohen Auslandsinvestitionen ist die Erschließung und Sicherung neuer Märkte“. Auslandsinvestitionen sind für Unternehmen zudem eine Möglichkeit, Handelsbarrieren wie Zölle und Währungsschwankungen zu umgehen. Durch den Bau eines VW Werkes in China werden keine Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet. Was bei Auslandsinvestitionen vor allem auch auffällt ist die Tatsache, dass es der Wirtschaft oftmals ganz egal ist, unter welchen Bedingungen ihre Produkte im Ausland hergestellt werden. https://www.digistore24.com/product/18407

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Liebe Grüße,

Friedhelm Kölsch

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