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Ist der Druck auf Arbeitslose gerechtfertigt?

Hallo, liebe Leser von Deutschland rockt sich neu.

Es ist mir sehr wichtig, heute noch einmal einen Artikel zu veröffentlichen, den ich bereits vor einiger Zeit auf einem Online Portal (online.artikel.de) veröffentlicht hatte. Dieser Link funktioniert jetzt nicht mehr, aus welchen Gründen auch immer!? Scheinbar ist das Portal gestorben?

Druck auf Arbeitslose…

Ist der Druck auf Arbeitslose gerechtfertigt?

Leider ist es eine Tatsache, dass in Deutschland, seit der Agenda 2010, sehr viel Druck auf die Arbeitslosen aufgebaut wurde bzw. wird. Vieles davon kann man als Riesenschweinerei bezeichnen, weil Arbeitnehmer unfair und betrügerisch behandelt werden.

Leiharbeit, Zeitarbeit, Werkverträge, Reduzierung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld 1, obwohl dies eine Versicherungsleistung ist, Griff in die Rentenkassen der Arbeitnehmer, Finanzierung der Finanzkrise ,obwohl die Verantwortlichen an ganz anderen Stellen sitzen, Verschwendung von Geldern auf der europäischen Ebene (Riesenapparate, die ohne jede Volksbefragung mitgetragen werden), Eurorettungspakete, Rente mit 67, starke Ausdehnung von Teilzeitarbeit und 400 Euro Jobs usw.

Natürlich kann sich auch der Arbeitnehmer betrügerisch verhalten, durch schlechte Leistung, durch falsche Krankmeldungen usw. Dies ist hier aber nicht mein Thema.

Hinzu kommt eine gigantische Staatsverschuldung von 2,2 Billionen Euro, die nicht nur unsere, sondern auch zukünftige Generationen massiv belasten. Bei einer Tilgung von 5 Milliarden Euro pro Jahr zahlen wir mehr als 400 Jahre diese Ausgaben zurück -dabei sind die gewaltigen Zins und Zinseszinssummen noch gar nicht mit eingerechnet. Da musst Du Dich doch ernsthaft fragen, ob von den Oberhäuptlingen überhaupt noch jemand rechnen kann.

Das traurige an dieser Entwicklung ist, dass die Sozialdemokraten mit der Agenda 2010 massiv an dem Abbau von Arbeitnehmerrechten beteiligt gewesen sind. Du mußt bedenken, dass wir im 21. Jahrhundert leben und sich unsere Väter und Mütter in vielen Auseinandersetzungen bessere Lebensbedingungen erkämpft hatten.

Wir leben nicht mehr zur Zeit der Sklaverei oder in einer Zeit von Leibeigenen. Jedoch begibt sich ein Arbeitnehmer immer bewußt in die Abhängigkeit von einem Arbeitgeber. Deshalb ist es immer besser, wenn Du selbst versuchst Dein Ding zu machen.

Gute Lebensbedingungen fangen mit einem guten Lohn erst an.

Ein guter Lohn ist der Anfang -aber in einer entwickelten Gesellschaft sollten gute Arbeitsbedingungen ebenfalls für alle Menschen selbstverständlich sein. Das ist natürlich alles relativ und situationsbedingt.

Die SPD hat seit der Agenda 2010 auch die Quittung bekommen. Sie ist in der Gunst der Wähler stark abgestürzt. Die Ergebnisse der Bundestagswahl in 2017 sprechen lauter, als ich schreien kann. Die CDU und CSU haben ebenfalls hohe Stimmenverluste erlitten.

Die CDU und FDP haben eben eine massive Mitverantwortung an dieser prekären Entwicklung. Wenn es im Bundestag um Mindestlöhne ging, haben diese Parteien  immer dagegen gestimmt, auch wenn wir inzwischen einen Mindestlohn haben. Die FDP war ja schon ganz weg vom Fenster. Alles ist alternativlos -dabei gibt es auch andere Sichtweisen, um Arbeitslosigkeit abzubauen.

 

Druck auf Unternehmen…

Eine weitere Möglichkeit wäre beispielsweise, Druck auf Unternehmen auszuüben. Ich sage das ausdrücklich, obwohl ich selbst Unternehmertum sehr mag -ich arbeite nämlich ebenfalls selbständig.

Ich finde es aber auch gerecht, Arbeitnehmer fair zu behandeln.

Was hältst Du von folgendem Vorschlag: Angenommen in einer Kleinstadt würde es 1000 arbeitslose Menschen geben.

Diese 1000 arbeitslose Menschen wollen wir als Gesellschaft aber in den Arbeitsmarkt integrieren, weil nur Menschen mit Einkommen auch würdig an einem Leben in einer entwickelten Gesellschaft teilnehmen können. Nur Menschen mit einer Sinn erfüllenden Arbeit können froh und happy sein, oder?

Nun gehen wir als Gesellschaft hin und sagen, alle Unternehmer in dieser Kleinstadt müssen 7% mehr Arbeitnehmer einstellen zu einem Mindeslohn in Höhe von 10 € und mehr. Nun wären die 1000 Arbeitslosen in das Arbeitsleben integriert, wir brauchten keine Arbeitsagenturen mehr und die Arbeitnehmer und die Unternehmer müssten keine Beiträge mehr zur Arbeitslosenversicherung zahlen. Ich frage Dich als Leser ganz ehrlich, wo ist der Unterschied zur ersten Variante?

Warum ist es gerechtfertigt, einen enormen Druck auf Arbeitslose aufzubauen, aber es ist nicht gerechtfertigt, Druck auf Unternehmen aufzubauen? Ich sehe da keinen Unterschied! Ok, auch Unternehmen haben Existenzdruck und Überlebensdruck, aber es gibt für alle auch eine gesellschaftliche Verantwortung. In der Stadt, in der Region, in Deutschland. Dananch auch für Europa und die Welt. Aber in dieser Reihenfolge.

 

Druck auf den Staat und auf die Politiker…

Eine dritte Möglichkeit besteht auch darin, Druck auf den Staat und auf Politiker aufzubauen.

Seit Helmut Schmidt hat es keinen guten Wirtschaftspolitiker mehr in den Regierungen gegeben.

Die Wirtschaftsminister hießen Möllemann, Clement, Rösler oder wie auch immer?

Warum wird  die Wirtschaftspolitik eines so großen und wichtigen Staates, nämlich Deutschland, von Menschen gemacht, die von der Sache überhaupt keine Ahnung haben, von Menschen, die gar nicht wissen, wie eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung gemacht wird und wie volkswirtschaftliche Faktoren zusammen wirken? Die Kehrseite von der Steuerhinterziehung ist die Steuerverschwendung. Beides ist schlimm.

Wie kann es sein, dass die Agentur für Arbeit von Arbeitgebern und Gewerkschaften und von der Politik besetzt wird, anstatt von einem unabhängigen Gremium?

Woher kommt es, dass die Bundesagentur für Arbeit sowohl bei den offenen Stellen trickst (hunderte Außendienstjobs werden dort aufgelistet, von Firmen, die kein Geld haben, eine bezahlte Stellenausschreibung zu machen) und wie kann es sein, dass sich viele Städte und Gemeinden hinter irgendwelchen Arbeitslosenquoten verstecken, die ziemlich nichtssagend sind.

Jede Gemeinde und jede Stadt muss dazu verpflichtet werden, eine ehrliche Bilanz der tatsächlichen Arbeitslosenzahlen auf den Tisch zu legen und zu veröffentlichen.

Dortmund hat 35000 offiziell gemeldete arbeitslose Menschen, Essen 33800, Gelsenkirchen 21895, Duisburg 31609, Köln 48815, Hamburg 70358, Berlin 165358 und dabei sind diese Zahlen schon massiv runtergerechnet und entsprechen nicht der tatsächlichen Unterbeschäftigung.

 

Druck auf das Ausland und auf Europa…

Zur Fainess gehört es auch dazu, auch Druck auf das Ausland auszuüben. Freier Kapitalverkehr, freier Güter- und Dienstleistungsverkehr und freier Personenverkehr wurden vor nicht allzu langer Zeit von der Politik eingeführt und haben verheerende Auswirkungen in Form der Finanzkrise gehabt. Die Arbeitslosenzahlen in Europa sind seit 2008 dramatisch angestiegen. Sie sind seit 2008 so schnell gewachsen, wie eine Brombeerhecke im Frühjahr.

Leider will sich die Politik heute nicht mehr daran erinnern, dass sie selbst diesen Schaden angerichtet hat und den Banken und den Unternehmen erst einmal diese Freiheiten eingerichtet hat.

Mindestpreise bei der Butter und Höchstpreise bei den Mieten gab es schon in den 70er Jahren und das war richtig so, wenn es dazu beiträgt Gerechtigkeit zu schaffen.

Willy Brandt hat einen Anwerbestop verfügt und niemand hat gedacht, er sei ausländerfeindlich.

Heutzutage haben wir einen Kulturschock in mehreren Städten in Deutschland. Die Städte und die Menschen kommen mit der enormen Zuwanderung durch Flüchtlinge nicht klar. Besonders der Arbeitsmarkt verträgt nicht jede Zuwanderung.

Auf Mallorca ist dies etwas anders. Die Einheimischen fühlen sich teilweise durch Touristen überfremdet und sagen dies auch deutlich. Einheimische können sehr oft die Mieten nicht mehr zahlen, sie werden verdrängt, entwurzelt und heimatlos gemacht.

Es muss auch für Deutsche in Deutschland legitim sein, sagen zu dürfen, dass die Politiker erst einmal den deutschen Arbeitslosen in Lohn und Brot bringen müssen, die Frage ist doch, ob das Volk überhaupt Zuwanderung will? Das verstehen auch Freunde, dass Freizügigkeit  seine Grenzen hat.

Die Nationalstaaten sind die wirklichen Erfolgsmodelle. Egal, ob es die Schweiz, Island oder Norwegen ist. Großbritannien hat seit dem Brexit die höchsten Beschäftigungszahlen. Subsidiarität ist wichtig, in allen Lebensbereichen. Erst danach kommt Europa und die Welt. Weniger Europa ist mehr. Mit der EWG Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft waren wir deutlich besser aufgestellt.

Die EU Vorantreiber Staaten stehen viel schlechter da, als die nationalen Erfolgsmodelle: Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland sind einige Beispiele dafür, dass es so nicht funktioniert. Es ist schlichtweg eine bodenlose Frechheit, ohne Volksbefragung Freizügigkeit einzurichten und das eigene Volk mit prekären Lebenssituationen zu überziehen.

Wenn wir etwas brauchen, dann ist es die Kraft der Vernunft. Die Erkenntnis und die Einsicht, dass wir weniger EU brauchen.

Ich hoffe, dass ich Dich mit diesem Artikel ein wenig zum Nachdenken gebracht habe. Ich würde mich freuen, wenn Du auch meine Webseite besuchen würdest, bitte klicke unten auf den Link.

Deine Meinung interessiert mich! Wie empfindest Du den einseitigen Druck auf Arbeitslose? Bist Du als Unternehmer für den Mindestlohn? Bitte schreibe direkt hier einen Kommentar!

 

http://www.deutschland-rockt-sich-neu.de

 

Liebe Grüße,

 

Friedhelm Kölsch

 

 

 

 

 

 

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