Arbeitslose in Koeln

Arbeitslose in Koeln

Köln

Es ist sehr interessant, sich einmal genauer mit den Arbeitslosen in einer Stadt zu beschäftigen. Z.B. mit den Arbeitslosen in Koeln. Direkt unterhalb dieses Textes sehen Sie eine statistische Tabelle von der Agentur für Arbeit, mit den Arbeitslosenzahlen in Köln. Was an solchen Tabellen sehr schnell sichtbar wird ist zunächst einmal die Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen für einen Laien nicht einfach zu lesen und zu entschlüsseln sind. Man gewinnt den Eindruck, dass alle Zahlen ein bisschen geheim gehalten und versteckt werden. Der Bürger soll offensichtlich nicht so genau erfahren, wieviele Menschen eigentlich arbeitslos sind. Deshalb machen Sie doch lieber Ihr eigenes Ding!

Deshalb möchte ich hier noch einmal meine Forderung wiederholen, dass alle Arbeitslosenzahlen einer Stadt und einer Region offen kommuniziert werden müssen. In den Portalen der Stadt, aber auch in den regionalen Zeitungen auf den Titelseiten -und zwar täglich. Dadurch wird verhindert, dass sich Politiker hinter solchen Tabellen und Statistiken verstecken und untätig bleiben. Hier muss meiner Meinung nach ein enormer Druck auf die Städte und Regionen und auf die Politiker aufgebaut werden.

Es kann nicht sein, dass Ämter, wie die Bundesagentur für Arbeit, die von den Bürgern bezahlt werden und den Bürgern mit ihren Diensten zur Verfügung stehen sollen, eine schlechte und undurchschaubare Informationspolitik betreiben. Von der Bundesagentur für Arbeit muss man auch fordern, dass alle Arbeitslosenzahlen einfach und klar und verständlich für jeden Bürger dargestellt werden. Es gilt auch der Grundsatz, dass immer die miesesten Quoten und Zahlen für den Bürger sehr wichtig sind und dass er ein Recht darauf hat, diese zu erfahren. Eine Bundesagentur für Arbeit darf nicht von Politikern als Machtinstrument missbraucht werden. Die Bundesagentur für Arbeit muss unabhängig arbeiten, genauso wie die Gerichte und die Deutsche Bundesbank.

Agentur für Arbeit

 

Berichtsmonat August 2013 – Köln, Agentur für Arbeit
Ausgewählte Merkmale Aktueller Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose insgesamt 53.662 2.251
Arbeitslose SGB III 13.690 1.497
Arbeitslose SGB II 39.972 754
Arbeitslosenquote insgesamt 9,8 0,2
Arbeitslosenquote SGB III 2,5 0,2
Arbeitslosenquote SGB II 7,3 -0,1
Gemeldete Arbeitsstellen 6.091 -658
Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 70.162 451
Unterbeschäftigungsquote 12,5

 

 

Arbeitslose in Koeln

Köln

Sehen wir uns einmal zusammen die obige Statistik an und betrachten dort nur die Spalte 1. Die Spalte 2 vernachlässigen wir hier, weil sie lediglich die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahresmonat enthält.

Die erste Zahl in Spalte 1 besagt, dass zur Zeit (also im Monat August) in Köln 53 662 Personen arbeitslos sind. Arbeitslose nach SGB (Sozialgesetzbuch) III besagt, dass von diesen 53662 Personen lediglich 13 690 Personen Arbeitslosengeld 1 erhalten. Weil man in den vergangenen Jahren die Bezugs-dauer von Arbeitslosengeld 1 immer weiter gekürzt hat, fallen immer mehr Arbeitslose sehr viel schneller in das Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV). Von den 53 662 arbeitslosen Personen in Köln erhalten also 39 972 Personen Arbeitslosengeld nach SGB (Sozialgesetzbuch) II. Von den 53 662 arbeitslosen Personen in Köln erhalten also 39 972 Personen Hartz IV. Versuchen Sie es doch lieber mit einem perfekten Laptop Business!

Die Arbeitslosenquote in Köln beträgt in Prozenten ausgedrückt 9,8%. 53 662 arbeitslose Personen sind also in Köln 9, 8%. Diese 9,8% Arbeitslosenquote teilen sich auf in 2,5% Bezieher von Arbeitslosengeld 1 also 13 690 Personen und 7,3% Bezieher von Arbeitslosengeld 2 also 39 972 Personen.

Prozent

Den 53 662 arbeitslosen Personen stehen 6091 gemeldete Arbeitsstellen gegenüber. Die Anzahl der gemeldeten Stellen beträgt also in etwa 10 % des eigentlichen Bedarfes in Köln. Selbst wenn alle offenen Stellen in Köln sofort besetzt würden, blieben immer noch 53 662 Personen minus 6091 Personen =47 571 Personen, für die es überhaupt kein Arbeitsangebot gibt. Die gemeldeten Stellen muss man aber auch noch kritisch betrachten, weil in diese Stellen auch die Stellen von Freiberuflern und Selbständigen miteinfließen und die Stellen der privaten Arbeitsvermittler (Zeitarbeitsfirmen). Da sind also auch solche Stellen drin, in denen ein Versicherungsunternehmen einen selbständigen Handelsvertreter sucht und damit das ganze Lohnrisiko auf den Arbeitslosen verschiebt. Es kommt nicht selten vor, dass hunderte von Stellen im Außendienst von immer denselben Firmen ausgeschrieben werden, bei denen man schon vorher weiß, dass das Geschäft nicht funktionieren kann. Warum läßt die Bundesagentur für Arbeit so etwas zu?

In der Tabelle findet sich jetzt aber noch der Begriff „Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit“. Mit dem Begriff Unterbeschäftigung beschreibt die International Labour Organization (ILO) in ihrer Arbeitsmarktstatistik das partielle Fehlen von Arbeit. Die Unterbeschäftigung in Köln umfasst insgesamt 70 162 Personen ohne Kurzarbeit. D.h. Personen, die sich in Kurzarbeit befinden und vielleicht nur 30 oder 25 Stunden in der Woche arbeiten sind dort noch nicht einmal hinzugezählt.

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Unterbeschäftigt sind aber natürlich auch Menschen mit 400 Euro Jobs und Teilzeitkräfte, die gerne einen Vollzeitjob machen würden. Die Unterbeschäftigungsquote in Köln beträgt 12,5%. Im Grunde genommen ist dies auch die tatsächliche Arbeitslosenzahl in Köln.

Ihre Meinung interessiert mich: Was sagen Sie zu den statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit? Was sagen Sie zu den Arbeitslosenzahlen in Köln? Wie würden Sie das Problem der Arbeitslosigkeit lösen? Bitte schreiben Sie direkt hier einen Kommentar! Ich freue mich über jeden Kommentar und über konstruktive Verbesserungsvorschläge.

Auch interessant: Arbeitslosenzahlen in verschiedenen Städten

Bilder zu Arbeitslosenzahlen

Bilder zu Kölsch

Noch eine Bitte an alle Kölner! Mein Name ist Friedhelm Kölsch. Mein Nachname ist also Kölsch. Würde mich freuen, wenn Sie diesen Beitrag besonders oft posten und teilen. Danke.

Aber auch alle anderen dürfen diesen Beitrag gerne weiterposten.

Liebe Grüße,

Friedhelm Kölsch


 

 

 

 

 

 

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